Schnuppern im Forst 2017

Schnuppern im Forst 2017 – und wir waren dabei 🌲 Am Samstag hat Eli das erste Mal die WT-Welt kennengelernt und wir haben unser Debüt gefeiert 😉 Ich bin so zufrieden mit dem jungen Kerl! Er hat den ganzen Tag super durchgehalten, nie den Fokus verloren und war trotz der ganzen Aufregung bis zuletzt immer ansprechbar ❤️ 5 von 6 Aufgaben haben wir richtig gut gelöst und viel Lob bekommen (Super Teamarbeit bei der Suche – Perfekt bei einem Wassermark…) Bei einer Augsbe hat es ihn dann gerissen…

… und das nach rechts geworfene Dummy war spannender als das Beschossene vorne 😱 Aber das macht nichts! Da haben wir was, was wir in unser Training einbauen können. Es war ein wirklich schöner Start für uns! Es gab keine Punkte, keine Prädikate – dafür aber zu jeder Aufgabe Tipps und Feedback von den Richtern. Und am Ende gab es für alle entweder ein „teilgenommen“ oder ein „mit Erfolg teilgenommen“. Ich empfinde das als sehr angenehm, denn die Jagd nach den Punkten beginnt noch schnell genug.

Die Aufgaben waren angelehnt an „typische“ Aufgaben eines A-WT. Moderate Distanzen, keine Zirkusnummern. In der Reihenfolge, wie wir sie gearbeitet haben:

 

Fußarbeit & Markierung – Achim Beringer

Mit dem Hund bei Fuß läuft man einen mit Heidelbeeren bewachsenen Hang hoch. Am Startpunkt angekommen richtet man sich mit Blick auf eine Wiese aus. Vor einem geht das Gelände ca. 10 Meter weiter im Wald mit den Heidelbeeren, dann kommt eine steile Kante mit Bewuchs und Totholzhaufen. Unten schließt dann die Wiese an. Gearbeitet wird zudem vom Schatten in die Sonne. Schütze und Werfer stehen unten auf der Wiese und der Fallbereich ist für den Hund nicht zu sehen – der Hundeführer sieht das Dummy aber. Distanz nicht weit. 30 Meter maximal.

Schuss und Dummy fallen, Freigabe kommt. Eli rast gerade raus – direkt durch den Totholzhaufen. Und rast gerade zurück – ebenfalls direkt durch den Totholzhaufen. Die Helferin hatte mir hinterher erzählt, dass er der einzige Hund war, der den Weg so gerade genommen hat 👌🏻 Querfeldein halt 😎 Da wir die ersten Starter in unserer Gruppe waren und vor der ersten Aufgabe keine Zeit hatten, uns ein bisschen warm zu machen, gab es bei der Abgabe ein bisschen Hektik und eine kurze Diskussion. Aber nachdem ich in den letzten Wochen im Training so Fortschritte an MEINER Kommunikation gemacht habe, war das schnell geklärt. Vom Richter gab es noch ein paar Tipps, wie ich sowas noch ein wenig trainieren kann. Und für die Aufgabe haben wir ein „erfolgreich“ erhalten.

 

Walk-Up und kleine Suche – Petra Beringer

Startpunkt ist auf einem Trampelpfad im Wald. Links neben uns befindet sich das Suchengebiet. 3 Dummys liegen bereits drin, so ziemlich in einer Linie an einem kleinen, etwas leichter bewachsenen Graben lang. Alle 3 Dummys möchte Petra auch haben. Das Suchengebiet ist nach hinten durch hohen Bewuchs (Heidelbeeren, Brombeeren, Tannen) begrenzt. Die Helfer gehen auf unserer Höhe links von uns mit und während des Walk-Ups Richtung Startpunkt wird 2x geschossen. Wenn geschossen wird – stehen bleiben und beobachten, dann weitergehen. Und am Startpunkt angekommen selbständig in die Suche schicken.

Zusätzlich gab es noch die Info, dass leider schon ein paar Hunde in’s Gebiet gepinkelt haben. Falls der Hund sowas anzeigt, eingreifen! Leine ab, wir walken los. Eli hat sich schön an mir orientiert. Bei den Schüssen hat es ihn immer ein paar cm nach vorne gezogen 😉 Aber er kam selbständig wieder zurück in die korrekte Position. Dann hab ich ihn in die kleine Suche geschickt – und ab geht die Luzi…   Das, was für andere Hunde eine Begrenzung darstellt, ist für ihn ja „Spielplatz“. Also erst mal Karacho ab in die Tannen und Brombeeren und sich durchgewühlt. Ich hab ihn dann wieder ein Stück zurückgeholt und nochmal saaaaaaanft ein Suchensignal gegeben. Dann war das erste Dummy drin. Und wir hatten nochmal eine Erinnerung an die korrekte Abgabe – das war dann aber die letzte für den Tag. Danach war das Thema durch 💪🏻 Die anderen beiden Dummys haben wir ebenfalls zügig reinbekommen. Pinkelstellen waren für ihn also auch kein Problem. Was ich einfach super finde!!! Nach 2 Hunden, die bei sowas ja gerne ganz vorne am Urinal standen 😉 Anleinen, Leine drum, durchatmen 😜 Bei der Aufgabe gab es viel Lob für mich, über das ich mich riesig gefreut habe! Petra fand es super, wie ruhig ich bleibe, wie klar ich ihn führe, dass ich ihn auch zurückhole wenn es mir zu weit ist. Dass ich so weitermachen soll, weiter so ruhig bleiben soll und ihm da auch einfach Zeit lasse. Die Fußarbeit fand sie gut. Klar ist da noch Luft nach oben, aber auch das wird mit der Zeit kommen. Zumal er sich eben wirklich toll an mir orientiert hat. Für die Aufgabe haben wir ebenfalls ein „erfolgreich“ bekommen und den Zusatzvermerk „Super Teamarbeit“ ❤️

 

Wasser-Markierung – Petra Beringer

Petra sitzt schon gemütlich im Gebüsch, wenn man an den Startpunkt kommt. Neben ihr ist ein Stuhl für einen reserviert, auf den man sich setzt. Dann wird erklärt, dass man jetzt auf die Enten wartet und guckt, was so passiert. Ableinen, warten. Sie ruft laut ENTE, dann wird am linken Ufer geschossen und ein Dummy fällt in’s Wasser. Auf Freigabe holen lassen – dabei aber brav selber sitzen bleiben 😉

Das haben wir gelöst wie geplant. Auf Freigabe mit Hechtsprung in’s Wasser, direkter Weg wieder raus, schöne Abgabe. Feddich. Dafür haben wir neben unserem „erfolgreich“ auch ein „Super schön“ als Vermerk bekommen.

 

Doppel-„Markierung“ – Achim Beringer

Lichter Waldrand. Der Boden liegt voll mit Holz und Zapfen. Der Richter erklärt einem den Startpunkt (markiert mit einem Ast). Man bekommt von ihm ein Dummy in die Hand gedrückt, was man selber 90 Grad nach rechts werfen soll. Dann wird vorne geschossen und der Helfer LEGT ein Dummy auf einen Baumstumpf. Erst das ausgelegte Dummy vorne. Dann das selbst geworfene rechts.

Hm. Hmmmm…. Ich verbuch die Aufgabe mal unter „again what learned“ 😉 Entweder war mein Gehirn schon durch bei der Erklärung, oder irgendwas anderes ist schief gelaufen. Wenn mir der Richter sagt „hier ist der Startpunkt“ dann ist das für mich der Punkt, von dem ich schicke. Nu ja. Abgeleint, Dummy nach rechts geworfen. Nach vorne orientiert, Schuss und Auslegen beobachtet. Nach vorne fokussiert, nochmal versichert, dass auch Eli nach vorne guckt *check* Geschickt – und Eli überlegt nicht lang und zwitschert gleich ab nach rechts. Öh. Okay… Das war wohl nix. Steward und ich waren uns einig – damit hatten wir nicht gerechnet. Achim meinte, das wäre klar gewesen, weil ja auch die Rute schon leicht in die Richtung zeigte. Dann guck ich demnächst also nicht mehr nur auf die Nase, sondern guck mir auch die Körpersprache weiter hinten mal mit an 😉 Kann ja definitiv nicht schaden! Dann meinte er noch, ich hätte ja ein paar Meter mit ihm nach vorne gehen können. Äh, wie? Der Startpunkt war doch genau HIER. Jaaaa, ABER er hat ja extra gesagt „selbständig schicken“, also hätte ich nach vorne gehen können. Für mich heißt das aber nur „schicken WANN immer ich fertig bin“. Nicht WO immer. Das war neu… Wir haben dann noch das Dummy auf dem Baumstamm geholt und Achim hatte das andere Dummy nochmal nach rechts geworfen, ohne dass Eli das gesehen hatte. Nach dem Dummy vorne also nochmal nach rechts schicken. Das war dann alles wieder sehr nett. Aber trotzdem eben nur ein „teilgenommen“.

 

Wasser-Markierung – Petra Beringer

Startpunkt auf dem Weg. vor einem geht ein kleiner „Damm“ nach oben. Dahinter befindet sich ein kleiner Teich. Schütze und Werfer stehen auf der anderen Seite des Damms, kaum zu sehen. Schuss und Dummy fallen, man sieht gaaaaanz kurz das Dummy und hört dann das Aufplatschen im Wasser. Nach Freigabe schicken.

Einwandfrei, wie man hier so schön sagt 😉 Eli ist raus, man hört es platschen, dann war er auch schon wieder da. Abgabe. Anleinen. Dankeschön. Hätte es Punkte gegeben, wären das glatte 20 gewesen. Das war also wieder „erfolgreich teilgenommen“ mit dem Zusatzvermerk „Perfekt“ ❤️

 

Wasser-Markierung im 2er Team – Achim Beringer

Man steht zu zweit mit dem Richter in der Mitte vor einem größeren Teich. Links oben steht Schütze und Werfer. Es fällt eine Markierung auf die offene Wasserfläche. Nach Freigabe kann die vom rechten Team gearbeitet werden. Wenn der Hund auf dem Rückweg ist, fällt schon die Markierung für das andere Team. Bewertet wird NUR der eigene Apport. Also von der Freigabe bis zur Abgabe.

Ja, schon wieder eine Wasser-Aufgabe. Ja, ich hab schon wieder irgendwas falsch verstanden. Offenbar 😉 Wir waren als erstes dran und das Dummy für das zweite Team ist gefallen, als wir gerade die Abgabe durch hatten. Daraufhin ist Eli gleich wieder ins Wasser – und ich hab mich tatsächlich sehr geärgert. Nicht über Eli, es ist offenes Wasser mit einer echt spannenden Markierung gewesen nach einem langen Tag – da kann das einfach mal passieren, aber darüber, dass das Timing einfach für’s Klo war. Jetzt war er den ganzen Tag über so schön steady und eine Verleitung in den Rücken wäre sicher nicht das große Problem gewesen. Aber so war’s gefühlt für mich irgendwie ein verkackter Abschluss. Das hilft auch nicht, dass es trotzdem „erfolgreich“ war, weil ja nur der eigene Apport zählt. Darum ging es ja nicht… Gut, war nicht zu ändern. Ich hab ihn dann als wir durch waren von weitem noch 2 anderen Teams zugucken lassen. Einfach um die Ruhe am Wasser nochmal zu fördern.

 

Das war also unser Workingtest-Start. Meine Güte, ist das immer aufregend! Für mich, für Eli, für alle, die von mir ständig Updates aus den Tiefen des bayrischen Forsts bekommen haben 😂 Ich bin wirklich happy darüber, wie es gelaufen ist! Und vor allem darüber, dass wir die ein oder andere Baustelle im Training jetzt so gut aufgegriffen haben, dass es wieder klarer für ihn wird. Und sobald es klar ist, macht er alles, was von ihm verlangt wird ❤️ Das macht einfach Spaß, die Arbeit mit meinem E.!

Am nächsten Tag haben wir dann mal die Generalprobe für die Dummy-A absolviert *hust*  Ich war mir bis Samstag nicht sicher, ob ich es wirklich schon probiere. Und auch nach Samstag war klar, dass das „keine sichere Bank“ wird und wir ein wenig Glück brauchen werden. Aber nachdem auch Petra meinte, ich soll’s machen, hab ich tief durchgeatmet und wir sind an den Start gegangen. Suche, Appell, Landmarkierung – alles fein. Beim Wassermark und damit dem letzten Fach hat es im Hirn dann gebrizzelt und er ist eingesprungen 🙈 Nu ja 🙈 Shit happens to the best of us … Wir probieren das dann nochmal  Es war übrigens das gleiche Gewässer wie bei der letzten Aufgabe am Samstag… Da hab ich am Start schon gedacht, dass das wohl ’ne 50/50 Chance wird. Witzig fand ich den Kommentar von einem Zuschauer „Ach scheiß doch drauf! Das war der beste Wasserapport den ich den ganzen Tag gesehen habe! Was ein Sprung!“ 😂 

Insgesamt war es ein wirklich tolles Wochenende! Gelände TOP! Orga TOP! Mitstarter TOP! Und ja, ich hätte natürlich lieber bestanden. Aber es ist auch kein Beinbruch. Wir haben immer noch jede Menge Zeit und wären dieses Jahr so oder so noch nicht in die WT-Welt abgetaucht. Also wird weiter fleißig trainiert und beim nächsten Start rutscht das Herz dann bestimmt noch mehr in die Hose 😜

 

 

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